Hohen Rückstand gedreht

Hohe Einsatzbereitschaft zeigten die Schwarz - gelben nach dem 0:3 Rückstand wie hier (l.) Bodo Meißner und (r.) Steffen Schmidt . Foto: H. Matz Hohe Einsatzbereitschaft zeigten die Schwarz - gelben nach dem 0:3 Rückstand wie hier (l.) Bodo Meißner und (r.) Steffen Schmidt . Foto: H. Matz

Tiefenort - In einer spannenden Partie in der Regionalklasse 7 mit hohem Unterhaltungswert drehte Tiefenort mit einer unglaublichen Energieleistung einen frühen 0:3-Rückstand und musste erst Sekunden vor Schluss durch ein Eigentor den Ausgleich hinnehmen.

In der katastrophalen Anfangsviertelstunde bekamen die ersatzgeschwächten Gastgeber gegen den agilen Aufsteiger keinen Stich. Im Abwehrverband herrschte heilloses Durcheinander und nachdem Ritz bereits in der 2. Minute noch auf der Linie klären konnte, fiel nach vier Minuten das 0:1 durch Baier. Wenig später narrte Zitschke die gesamte Hintermannschaft und schob zum 0:2 ein (12.). Und als Martin auf der linken Seite nicht zu halten war und mit scharfem Flachschuss das 0:3 besorgte, bahnte sich für die vollkommen orientierungslosen Tiefenorter ein Debakel an. Dann aber war es ein Freistoß von R. Weber, der die Latte streifte, der als erstes Lebenszeichen kam und auch gleichzeitig als Weckruf für die gesamte Mannschaft fungierte. Fortran kämpften sich die Männer um Markus Peter immer besser in die Partie.

Auch wenn dabei keine fußballerische Feinkost geboten wurde, zeigten die Gäste jetzt deutliche Unsicherheiten und verloren komplett ihren Spielfaden. Mit den meist lang geschlagenen Bällen hatten sie gegen die körperlich überlegenen Schwarz-Gelben riesige Probleme. Nachdem Hessels Schuss noch zur Ecke abgelenkt worden war, setzte Adler den Eckstoß per Kopf genau in den Winkel zum Anschlusstreffer (39.). Tonna geriet immer mehr unter Druck und folgerichtig konnten sie den nächsten Angriff nur durch Foulspiel im Strafraum unterbinden. Wieder war es Adler, der den fälligen Elfmeter zum 2:3 in die Maschen setzte (44.).

Im zweiten Abschnitt machten die Gastgeber genauso weiter, wie sie Halbzeit eins beendet hatten und kauften den Gästen mit aggressiver Zweikampfführung sofort wieder den Schneid ab. Diese waren jetzt völlig von der Rolle und nur noch in der Abwehr gebunden. In dieser Phase bis zur 60. Minute hatten die Hausherren drei hochkarätige Einschussmöglichkeiten, die sie aber überhastet vergaben. Erst als Oldie Peter im Strafraumgewühl die Übersicht behielt und gekonnt einschob, fiel der längst verdiente Ausgleich (64.). Tiefenort setzte entschlossen nach, überrumpelte die Gäste immer wie3der mit langen Bällen und als Hessel in der 70. Minute aus beinahe unmöglichem Winkel zum 4:3 einschlenzte, glich das Kaffeetälchen trotz der wenigen Zuschauer einem Tollhaus. Von Tonna war im Vorwärtsgang so gut wie nichts mehr zu sehen. Viel zu lasch, ohne Power und mit großen Problemen im Spielaufbau schienen sie sich in ihr Schicksal zu fügen. Bis zur 80. Minute erarbeiteten sie sich keine Torchancen und offenbarten riesige Abwehrlücken. Da hätte der fünfte Tiefenorter Treffer unbedingt fallen müssen, aber der alleine aufs Tor zulaufende Westphal vergab seinen Riesen genau so wie wenig später der durchgelaufene Hessel in gleicher Situation. Das sollte sich noch bitter rächen. Als die Gäste sich in der Schlussphase noch einem aufbäumten und sich Webers Gehäuse näherten, führte ein unglückliches Eigentor zum kaum noch für möglich gehaltenen Ausgleich. Eine Eingabe war Wohlfarth ans Bein und von dort unhaltbar unter die Querlatte gesprungen (90.). fd

Tiefenort: P. Weber; R. Weber (30. Westphal), Wohlfarth, Ritz, Peter, Schmidt, Adler, Hessel, Meißner (85. Neumann), Gobel (46. Lemmer), Wolfram.


Tonna: St. Ehegötz; Dibbel, Jannek (74. Thorwarth), Kotschke, Buttler, Pabst (80. Rauther), Baier (58. Gräfe), Rost, Zitzke, O. Ehegötz, Martin.


Schiedsrichter: Krech (Wernshausen).


Tore: 0:1 Baier (5.), 0:2 Zitzke (12.), 0:3 Martin (19.), 1:3 Adler (38.), 2:3 Adler (44. Foulelfmeter), 3:3 Peter (64.), 4:3 Hessel (70.), 4:4 Wohlfarth (90. Eigentor).


Zuschauer: 90.

 

Quelle: STZ- Südthüringer Zeitung