Warum nicht immer so?

Von Gert Hellmann
Mit einer tadellosen Leistung besiegte die SG Tiefenort/Frauensee im heimischen Kaffeetälchen die Ohrdrufer Fußballmannschaft im fälligen Regionalklassenspiel 4:0 (2:0).

Tiefenort - Die Elf von Trainer Steffen Prill strafte all jene Lügen, die sie als sicheren Abstiegsanwärter gehandelt hatten. Obwohl einige Stammspieler fehlten, boten die Gastgeber sowohl kämpferisch als auch spielerisch eines ihrer besten Saisonspiele.

 

Danach hatte es allerdings zunächst nicht ausgesehen, denn die Gäste kamen in der Anfangsphase mehrfach zu Torchancen. Januszek (3./10.) schoss jedoch zweimal frei stehend am Tor vorbei. Der Schuss von Ladato wurde gerade noch von Ritz abgeblockt (11.).

Hingegen erzielten die Tiefenorter durch eine Einzelaktion die Führung: Hessel erkämpfte sich an der Grundlinie den Ball und versenkte ihn im kurzen Toreck (16.). Auf der Gegenseite jagte Gutjahr die Kugel aus guter Position neben das Tor (20.). Nur zwei Minuten später klärte der Tiefenorter Keeper Weber mit einer Blitzreaktion auf der Torlinie.

Beide Mannschaften spielten erfrischend offensiv, sodass sich die Tormöglichkeiten häuften. Hessel (28.), der seinen besser postierten Mitspieler Wolfram übersah, scheiterte mit seinem Abschluss am Ohrdrufer Torwart Merschel. Wolfram (35.) traf nach feinem Pass von Schmidt aus spitzem Winkel das Außennetz. Als der schlaksige Tiefenorter Spieler in der 43. Minute an der Strafraumgrenze von Dick unsanft von den Beinen geholt wurde, zeigte Schiedsrichter Beck aus Breitungen sofort auf den Punkt. Den von Hessel geschossenen Strafstoß parierte Merschel im großen Stil. Kurz vor dem Halbzeitpfiff musste der Torwart doch noch das 2:0 hinnehmen. Als er den Ball nach einem Schuss von Gobel fallen ließ, war Schmidt zur Stelle und drückte das Leder über die Torlinie.

 

Die Tiefenorter Spieler setzten ihr recht flüssiges Kurzpassspiel auch nach dem Seitenwechsel fort. Nachdem Januszek mit seinem Schuss am aufmerksamen Weber gescheitert war, machte es Wolfram (60.) auf der Gegenseite besser: Geschickt führte er den Ball an zwei Gegenspielern vorbei und schoss ihn unhaltbar zum 3:0 ins lange Toreck.

Das war die Entscheidung, denn die Ohrdrufer Spieler fanden kein Mittel, um die zunehmend sicherer werdende Abwehr um den kompromisslos agierenden Ritz im Zentrum noch aus den Angeln heben zu können, zumal der eingewechselte Jüngling (67.) am glänzend aufgelegten Weber scheiterte. Den endgültigen K.o. für die Männer aus dem Ohratal leitete Wolfram mit einer Einlage fürs Publikum ein: Mit der Hacke legte er sich den Ball selbst vor, zog unaufhaltsam nach vorn und steckte das Leder genau im richtigen Moment auf den eingewechselten May durch. Der vollendete mit einem Lupfer über den herauslaufenden Torwart zum 4:0.

 

Kästner (75.) hätte für Ohrdruf Ergebniskosmetik betreiben können. Sein Lupfer landete jedoch ebenso am Pfosten wie auf der Gegenseite der Schuss von May (80.). Die letzte Torchance des Matchs vergab Lemmer für Tiefenort, als er mit seinem Schuss am Gästetormann scheiterte.

 

SG Tiefenort/Frauensee: P. Weber; Lemmer, Sauerbrey, Schneider, Ritz, Schmidt, Koch (78. Westphahl), Hessel (70. R. Weber), Narbei (50. May), Gobel, Wolfram


Ohrdruf: Merschel; Meinhart, Gutjahr, Hill, Maternowski, Schunk (63. Jüngling), Pfannstiel, Januszek, Dick, Ladato, Baum


Schiedsrichter: Beck (Breitungen)

Zuschauer: 100

Tore: 1:0 Hessel (16.), 2:0 Schmidt (45.), 3:0 Wolfram (60.), 4:0 May (73.)

 

Quelle: STZ- Südthüringer Zeitung